Isabels Wollidee

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Blogeinträge (Tag-sortiert)

Tag: Kerzenschein

Dunkel wirds...

... doch drinnen leuchtet der Kerzenschein

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Eigentlich ist es die Jahreszeit der rotwangigen Kindergesichter, der weißbemehlten Mütterhände die unermüdlich Plätzchen backen, die Zeit der Gemütlichkeit, Besinnlichkeit, der Kerzen, der Märchen, des Mythosses, der Kälte draußen und der Wärme drinnen.

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Der Wärme die man im Herzen fühlen möchte.

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Omas ziehen ihre alten Schätze, die handgeschriebenen Backbüchlein, aus einer Schublade und zaubern für uns Düfte, Gerüche und einen noch niemals dagewesenen Genuß an alter Backkunst, die uns für unser restliches Leben in wundervollen Erinnerungen an unsere Großmütter schwelgen lassen. Ach wie sehr fehlt Ihr...

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Opas die mit uns auf dem Fußboden herum krabbeln und Eisenbahnen aufbauen, Playmobil-Spielzeug zusammen bauen, oder mit uns Mädels den lange ersehnten Kaufladen bestücken und den ersten Kunden miemen. Opas die heimlich das Weihnachtsglöckchen bimmeln ließen, als Zeichen, dass nun das Christkind da war. Opas die uns mit so viel Liebe in den Augen ansehen, dass wir diesen Blick niemehr vergessen werden. Ach wie sehr fehlt Ihr uns...

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Der Geruch von Weihrauch zur Mitternacht und der Aufbruch, der noch nach all der weihnachtlichen Aufregungen dazu kam, denn wir gingen, lange als es schon dunkel wurde, Mitternachts in den Gottesdienst zur Kirche. "Christmetten" nennt man das bei uns in Bayern. Das war einer der unglaublichsten und beeindruckensten Augenblicke, denn niemals zuvor durften wir Kinder so lange wach bleiben. Das Waten durch den frisch gefallenen Schnee der jegliches Geräusch schluckte. Damals gab es, wie zu erwarten, zum Fest Schnee.

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Heute betrachte ich vom Innern meines Ladens das Treiben, nein noch kein hektisches, es ist ja noch Zeit, aber man merkt das der Countdown bereits läuft. Da mag es plötzlich egal sein welches Wetter draußen ist. Da werden die Köpfe tief im Mantelkragen versteckt. Der Schirm schräg gegen den Wind gedrückt. Augen zusammen gekniffen und Kinderhände noch fester umfasst, als würden sie sonst vom Wind davon gerissen.

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Bei mir ist es kuschelig warm, es ist weihnachtlich dekoriert und ich hab immer zu tun, auch wenn mal gerade keine Kunden im Laden sein sollten. Der Duft von frischem Ingwertee fliegt durch die Räume...hmmm gerade läuft "La Luna" im Radio...danach kommt wieder eins der bekannten vielgehörten Weihnachts-Pop-Songs. Und wenn ich Pech habe sofort danach ACDC. Was geht eigentlich in den Köpfen der Radioleute vor sich?? (kopfschüttel)

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Man macht sich Gedanken welches Geschenk man überreichen soll. Für wen was geeignet wäre. Was man ausgeben kann...darf. Bei all dem vergessen wir, dass es so viele Familien und Kinder, auch Pensionisten gibt die nichts schenken können. Entweder aus finanziellen Gründen, oder weil einfach niemand da ist, den man beschenken könnte.

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Mütter die ihren erwachsenen Sohn irgendwo in einem Kriegsgebiet wissen müssen, ohne einer Chance ihn über die Feiertage zu Hause zu haben. Kommt er jemals wieder nach Hause....??

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Ein älterer Mann der vor kurzem seine Frau begraben musste. Sein Leben, die Liebe seines Lebens mit der er über 40 Jahre tageinundtagaus zusammen war.

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Eine andere Mutter die kurz vor Weihnachten ihre einzige Tochter bei einem Autounfall verloren hat. Unschuldig musste sie in den Tod gehen, weil ein betrunkener Mann die Gewalt über sein Fahrzeug verloren hatte.

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Wäre es nicht einfach schön sich nur Zeit zu schenken?

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Zeit für die Liebsten. Ein Sohn der einfach mal seine Mutter in die Arme nimmt, denn nichts würde sie sich mehr wünschen, als etwas Aufmerksamkeit von ihm. Etwas Zeit für ein Gespräch, einen kurzen Besuch. Einen Anruf.

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Ein Ehepaar, dass sich schon lange nicht mehr viel zu erzählen hat, weil alles gesagt wurde und nichts Neues im Leben passiert, würde sich gegenseitig eines der größten Geschenke machen, nämlich Zeit füreinander. Aufmerksam den anderen betrachten, sich erinnern wie es früher war, wie es sich anfühlte als man frisch verliebt ineinander war.

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Alte Fotoalben aus den Kisten ziehen und sie gemeinsam ansehen, lachen über die dummen Bilder und die peinlichen Frisuren. In alten Zeiten schwelgen und sich Zeit für Erinnerungen nehmen. Gemeinsam Erinnern, nicht erst wenn es zu spät ist und man sich nur noch allein erinnern kann.

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Ich wünsche Euch viel Zeit für all das und den der Euch wichtig ist.

Herzlichst, Isabel

Nickname 03.12.2009, 09.21 | (5/5) Kommentare (RSS) | TB | PL

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